Gut geschützt durch heiße Tage: So kommen Ihre Kinder gesund durch die Hitzewelle

von | 19. Juni 2026 | Eltern werden, Eltern sein, Freizeit!!!

Die Wettervorhersagen lassen keinen Zweifel. Es wird heiß. Für die kommenden Tage sind hochsommerliche Temperaturen angekündigt. Während sich viele Kinder auf Freibadbesuche und Wasserspiele freuen, stellen Hitze und intensive Sonneneinstrahlung gerade für die Jüngsten eine besondere Belastung dar. Mit einigen einfachen Maßnahmen können Familien gut vorbereitet durch die heißen Tage kommen.

 

Meiden – Kleiden – Cremen
Wenn es um Sonnenschutz geht, gilt für Kinder eine einfache Regel: Meiden – Kleiden – Cremen. Die Reihenfolge ist dabei entscheidend.

 

An erster Stelle steht das Meiden der direkten Sonne. Babys im ersten Lebensjahr sollten grundsätzlich nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Auch Kleinkinder sollten sich nach Möglichkeit überwiegend im Schatten aufhalten. Besonders zwischen 11 und 17 Uhr ist die UV-Strahlung intensiv und belastet die empfindliche Kinderhaut.
Spielplätze, Ausflüge oder sportliche Aktivitäten lassen sich deshalb besser in die Morgen- oder Abendstunden verlegen.
Für Babys und kleine Kinder gilt: Die beste Sonnencreme ist der Schatten.

 

 

Der zweite Schritt ist das Kleiden. Leichte, luftige und möglichst dicht gewebte Kleidung schützt die Haut zuverlässig vor UV-Strahlung. Ein Sonnenhut mit breiter Krempe oder Nackenschutz gehört an sonnigen Tagen ebenso dazu wie eine Sonnenbrille mit UV-Filter. Kleidung bietet oft den wirksamsten und dauerhaftesten Schutz.

 

 

Erst an dritter Stelle kommt das Cremen. Alle unbedeckten Hautstellen sollten großzügig mit Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor eingecremt werden. Wichtig ist, den Schutz regelmäßig zu erneuern, besonders nach dem Baden, Abtrocknen oder starkem Schwitzen.

Grundsätzlich gilt: Je jünger ein Kind ist, desto wichtiger ist ein konsequenter Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung. Schatten bleibt der beste Sonnenschutz.

 

 

 

Ausreichend trinken


An heißen Tagen verliert der Körper mehr Flüssigkeit als gewöhnlich. Kinder merken häufig erst spät, dass sie Durst haben. Deshalb sollten Eltern regelmäßig Getränke anbieten, auch dann, wenn noch kein Durstgefühl geäußert wird.

Ideal sind Wasser oder ungesüßte Tees. Besonders beim Spielen im Freien, auf dem Spielplatz oder beim Sport steigt der Flüssigkeitsbedarf deutlich an. Eine Trinkflasche sollte deshalb bei Ausflügen immer dabei sein. Hilfreich ist es, feste Trinkpausen in den Tagesablauf einzubauen. Es ist besser regelmäßig kleine Mengen zu trinken, als wenige große Getränkemengen – so kommt man gut durch die heißen Tage!

 

 

Im Stadtgebiet Nürnberg gibt es mittlerweile 30 Trinkbrunnen.
Hier sind alle Standorte eingetragen:

Hitzeaktionsplan der Stadt Nürnberg – Referat für Umwelt und Gesundheit Nürnberg

 

 

Warnsignale erkennen
Hitze kann Kinder schnell belasten. Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsprobleme oder ungewöhnliche Gereiztheit können Hinweise darauf sein, dass der Körper unter den hohen Temperaturen leidet. Dann heißt es: raus aus der Sonne, in den Schatten oder in kühlere Räume gehen und ausreichend trinken.

Besondere Aufmerksamkeit benötigen Säuglinge und Kleinkinder. Sie können ihre Körpertemperatur noch nicht so gut regulieren und können Überhitzung oft noch nicht selbst mitteilen.
Eltern sollten deshalb regelmäßig auf ihr Wohlbefinden achten.

Wichtig ist außerdem: Kinder dürfen niemals allein im Auto zurückgelassen werden, auch nicht für wenige Minuten. Fahrzeuge können sich innerhalb kürzester Zeit auf gefährliche Temperaturen aufheizen.

Den Alltag anpassen
An besonders heißen Tagen lohnt es sich, den Tagesablauf anzupassen. Bewegung und Aktivitäten im Freien sollten möglichst in die kühleren Morgenstunden verlegt werden. Während der größten Hitze des Tages sind schattige Orte oder eine Pause in der Wohnung die bessere Wahl.

Die Stadt Nürnberg hat hier viele kühle Orte zusammengestellt:

Hitzeaktionsplan der Stadt Nürnberg – Referat für Umwelt und Gesundheit Nürnberg

Auch zu Hause lässt sich einiges tun, um die Belastung zu verringern: Früh morgens und spät abends lüften, tagsüber Fenster geschlossen halten und Räume mit Rollläden, Jalousien oder Vorhängen abdunkeln. So bleibt die Hitze möglichst draußen.

Gemeinsam durch den Sommer
Sommer, Sonne und Zeit im Freien gehören für viele Kinder zu den schönsten Erinnerungen des Jahres. Mit einigen einfachen Maßnahmen können Familien die warmen Tage unbeschwert genießen.

Weitere Informationen gibt´s hier: 442_0012_Clever-Sonne-und-Schatten_final.pdf

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