20 bunte Fabelwesen: Die Frizzies ziehen ins neue Kinderklinikum Nürnberg ein
Wer gesund werden möchte, braucht mehr als eine bestmögliche Therapie. Das gilt insbesondere für Kinder, die anders als Erwachsene oft nicht verstehen, warum sie plötzlich in einem Krankenhaus sind – fern vom gewohnten Alltag. Deshalb setzt das Klinikum Nürnberg beim Bau des neuen Kinderklinikums im Friedl Schöller-Haus auf dem Campus Süd bewusst auf eine kindorientierte Architektur und Gestaltung.

Ein besonderes Beispiel dafür sind die Frizzies – 20 liebevoll gestaltete Fabelwesen, die künftig an vielen Stellen im Neubau zu finden sein werden. Sie sollen den kleinen Patientinnen und Patienten Orientierung geben, Ängste reduzieren und die Klinik-Umgebung freundlicher und vertrauter machen. Gezeichnet wurden die Frizzies von dem französischen Comiczeichner Alex Chauvel exklusiv für das neue Kinderklinikum.

Die Idee dazu kam in dem Kinderbeteiligungsprojekt auf, das zu Beginn der Bauplanung gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt Nürnberg ins Leben gerufen worden war. Kinder äußerten dabei in einer Umfrage unter anderem den Wunsch nach einer kinderfreundlichen Gestaltung der Zimmer und Bettplätze sowie einer für sie verständlichen Orientierungshilfe.

Hinter diesem Ansatz stehen auch wissenschaftliche Erkenntnisse. Studien zeigen, dass eine positive und auf Kinder abgestimmte Umgebung Stress und Angst reduzieren sowie das Wohlbefinden von jungen Patientinnen und Patienten fördern kann. Und so werden die Frizzies, die der Legende nach aus einem verborgenen Ort in einem fränkischen Wald stammen, künftig als Dekoration oder Illustrationen unter anderem an den Wänden in Fluren und Wartebereichen, an den Betten und auf den Stationen auftauchen.

Jedes Wesen besitzt dabei einen eigenen Charakter und soll dazu beitragen, dass das neue Kinderklinikum nicht nur ein moderner medizinischer Ort, sondern auch ein Raum zum Wohlfühlen wird. Auch sollen Spiele, Bücher und andere Frizzie-Souvenirs beschafft werden, um den Kindern im Kinderklinikum Ablenkungsmöglichkeiten anzubieten.
Hort-, Kindergarten- und Schulkinder haben die Frizzies mitgestaltet

Damit die Frizzies auch kindgerecht aussehen, wurden die Fabelwesen durch einen „Kinder-TÜV“ geschickt. So war das Kinderbeteiligungsprojekt von Beginn an in die Ausgestaltung der Figuren eingebunden. Nürnberger Hort-, Kindergarten- und Schulkinder gaben dem Zeichner den einen oder anderen Änderungswunsch an den Figuren weiter – andere Zähne, größere Augen oder Münder. Zudem wählten sie für alle 20 Figuren einen Namen aus: Der rote Riese mit den Blumen auf dem Kopf, der in den vergangenen Jahren schon mehrfach als Maskottchen in der Öffentlichkeit aufgetreten ist, heißt nun Holly Frizzi. Seine Freunde tragen die Namen Bobby, Levi, Flatty, Puschel, Plitsch, Sassi, Lungo, Bino, Lumi, Lio, Lenny, Pilli, Joschi, Flora, Wolki, Mayumi, Wali, Sandy und Eulimeuli.
Bildnachweis: Copyright: Jakob Lichtenfeld, Copyright: Alex Chauvel

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