Was machen wir denn jetzt?! (3)

von | 13. April 2020 | Freizeit!!!, Miteinander leben, streiten, wachsen, Nudeln mit ohne Soße!

Willkommen zu Teil 3 der Reihe „Was machen wir denn jetzt?!“! In diesem Teil dreht sich alles um die Gesundheit, was das eigentlich ist und wie wir einen kleinen Teil dazu beitragen können, gesund zu bleiben. Wir schauen uns zwei Themenfelder von Gesundheit genauer an und bauen Übungen in unseren Alltag Zuhause ein.

Gesundheit

Was ist das?

Die Gesundheit ist mehr als nur das Fehlen von Krankheit! Die Weltgesundheitsorganisation, auch „WHO“ genannt sagt, Gesundheit ist ein Zustand von körperlichem, seelischem, geistigem und sozialem Wohlbefinden. Das klingt kompliziert, wenn wir aber in uns reinfühlen und erkennen können, ob wir uns zum Beispiel jetzt gerade im Moment körperlich Wohlfühlen oder ob uns etwas wehtut, dann kann man verstehen, was damit gemeint ist. Diese Fähigkeit, in uns reinfühlen zu können und zu erkennen ob es uns gut oder schlecht geht, ist sehr wichtig für das Leben eines jeden Menschen. Wir können diese Fähigkeit fördern.

Es gibt Gewohnheiten und Einstellungen eines jeden, die vielleicht nicht gut für die Gesundheit sind. Wir müssen lernen, diese ungesunden Gewohnheiten zu erkennen und damit umzugehen. Beispiele für ungesunde Gewohnheiten sind zum Beispiel Stress oder auch viel ungesundes Essen. Kinder können ab der Geburt darin gefördert werden, zu erkennen, was für ein gesundes Leben wichtig ist.

Was machen wir denn jetzt?!

Gesundheitsförderung ist ein sehr großes Thema, mit vielen verschiedenen Bereichen. Ich habe mir zwei Themen herausgesucht:

Ernährung

Wir können uns einen festen Wochentag einplanen, an dem wir gemeinsam einen Essensplan für die nächsten 7 Tage aufstellen. Die ganze Familie wird einbezogen, damit ein Austausch stattfindet und jeder und jede eigene Wünsche abgeben kann. Nun kann man mit den Kindern im Detail besprechen, welche Nahrungsmittel in den Gerichten vorkommen sollen. Als Beispiel: Brokkoli soll unbedingt in einem Gericht vorkommen. Haben die Kinder Ideen, warum? Haben die Kinder Ideen, was zu Brokkoli passt, und was vielleicht nicht? Ist es sinnvoll, nur Brokkoli zu essen, oder muss da noch was dazu?

Um die Kinder nicht zu überfordern, kann man sich zum Beispiel 7 Lebensmittel (7 verschiedenen Gemüsesorten) bereitlegen, die in die Mahlzeiten der Woche eingeplant werden – jeden Tag ein anderes. Ihr könnt natürlich auch Tag für Tag besprechen, welches Gericht es am nächsten Tag geben soll.

Geht auch auf kreative Vorschläge der Kinder ein, die gesunde Basis ist durch die Gemüseauswahl vorhanden, und vielleicht werden Kombinationen entdeckt, auf die man nie gekommen wäre!

Wichtig ist, Kindern zu erklären, was da auf den Tisch kommt. Natürlich sind wir keine ErnährungsexpertInnen – wir können auf Packungen aber zum Beispiel genau nachlesen, wie viel Zucker oder wie viele gesunde Vitamine in einem Lebensmittel stecken.

Entspannungsübungen

Wir schlagen nun eine ganz andere Richtung ein, die sich aber ebenso um unsere Gesundheit dreht wie gesundes Essen.

Durch Entspannungsübungen lassen sich Frust und Wut abbauen, man kann für einen Augenblick zur Ruhe kommen und sich selbst spüren. Diese Übungen sind für Kinder jedes Alters wichtig. Wir sollten aber beachten, dass nicht jedes Kind sofort zur Ruhe kommen kann und seine Zeit braucht. Auch wenn Kinder gerade keine Lust haben, bei Entspannungsübungen mitzumachen, sollten wir das akzeptieren. Vielleicht klappt es zu einem anderen Zeitpunkt?

Je nachdem, wie oft die Kinder eine Entspannungsübung machen möchten, kann man sie alle paar Tage zwischendurch machen, oder zum Beispiel an einem festen Wochentag.

Für den Einstieg machen wir eine sogenannte imaginative Entspannung – auch Fantasiereise genannt.

Fantasiereisen zum Vorlesen für Kinder lassen sich ganz einfach im Internet finden. Sie sollten für den Einstieg nicht zu lang dauern – 5 bis 10 Minuten für Kinder ab 3 Jahren. Ältere und geübte Kinder machen auch gerne längere Fantasiereisen. Wir sollten nicht immer die gleiche Fantasiereise vorlesen, das könnte langweilig werden! 

Ganz wichtig ist die Atmosphäre im Raum. Das heißt, dass wir eventuell die Rollos runterlassen, wir dimmen die Lichter und legen uns nach Möglichkeit Decken und Kissen auf den Boden. Wir bauen uns ein gemütliches Lager, in dem wir uns wohlfühlen können. Nun können wir noch leise Entspannungsmusik laufen lassen, das ist aber kein Muss. Wichtig ist es, die Kinder sanft aus der Entspannungsübung zurückzuholen und danach zu fragen, wie es dem Kind jetzt geht und ob die Fantasiereise gefallen hat.

Ich wünsche euch eine gute Zeit, entspannte Tage und – bleibt gesund!

Quelle:
Fthenakis, Wassilios E. (2010): Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung. 4. Aufl. Berlin: Cornelsen Scriptor (Frühe Kindheit Pädagogische Ansätze).

Infos der Stadt Nürnberg in der Coronakrise:

https://www.nuernberg.de/internet/stadtportal/coronavirus.html

 

 

 

 

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Bildnachweis: Foto Doris Reinecke, Foto Karin Behrens