„.. und auf einmal ist unser Baby da! … Teil 1: Wochenbett “

von | 3. Mai 2021 | Eltern werden, Eltern sein, Miteinander leben, streiten, wachsen

Und nun?

Die 1000 Fragen rund um Geburt und Schwangerschaft, die mich 40 Wochen begleitet haben, sind beantwortet. Mein Baby ist geboren und auf einmal stand ich da.


Wie geht es weiter? „Wochenbett“, was heißt das denn jetzt genau?

Einen kleinen Einblick in meine Erfahrungen mit dem sogenannten Wochenbett, der intensiven Zeit mit meinem Baby, dem Stillen und der ständigen Veränderung meines Körpers will ich euch in den kommenden Blogbeiträgen von mir geben. Für alle Bald-Mamas, alle Schon-Mamas, Bald-Papas die sich unter „Wochenbett“ genauso wenig vorstellen können wie ich vor der Geburt meines Babys – und jeden Menschen den es interessiert!

 

Vor der Geburt des Babys hab ich gedacht: Im Wochenbett sein, das heißt ich liege rum. Im Bett. Ich esse viel, lass es mir gut gehen. Endlich ist der Bauch weg, endlich keine Schwangerschaftsbeschwerden mehr – und dann ist da noch ein süßes kleines Baby, das ist halt einfach da und liegt neben mir rum.

 

Diese schönen Vorstellungen, die haben sich auch zum Teil bewahrheitet. Wir verbrachten viel Zeit auf dem Sofa, das Baby schlafend auf meiner Brust. Ich konnte mich gut von der Geburt erholen und das Baby hat es mir nicht sonderlich schwergemacht.

 

In Wahrheit ist es aber so, das im Wochenbett zu sein auch bedeutet, dass man eine Schwangerschaft und Geburt verarbeiten muss. Das spürt man an der eigenen Gefühlslage aber auch körperlich. Ich war die ersten Tage nach der Entbindung des Babys sehr durcheinander, vergesslich, konnte mich nicht konzentrieren und mich erst recht um nichts kümmern außer um das kleine Wesen. Es war gut, eine Person zu haben, die mich an das trinken und essen erinnerte – selbst das war für mich Nebensache und ich hab es allzu oft vergessen.

 

Mein kugelrunder Bauch war zwar Geschichte, die Beschwerden ließen aber nicht schlagartig nach. Der Körper braucht Ruhe und Geduld, um 40 Wochen Schwangerschaft und eine Entbindung zu verarbeiten. Ich wollte direkt einiges erledigen, was ich mit dem kugelrunden Babybauch nicht mehr konnte – Wäsche waschen, staubsaugen, länger in der Küche stehen und etwas Leckeres kochen.

 

Ich merkte aber schmerzlich, dass die Bauchmuskulatur Zeit braucht um sich wieder zu regenerieren und ich merkte auch, dass mein Körper noch nicht so weit war. Ich konnte mich zwar sehr schnell wieder besser bewegen und schlafen (endlich wieder auf dem Rücken liegen! 🙂 ), aber die „alte Joana“ bin ich noch lange nicht. Auch die Schwangerschaftspfunde werden mich noch begleiten. Mir sagte mal jemand: „9 Monate kommt der Bauch und 9 Monate geht er“ und ich denke daran kann man sich festhalten und orientieren.

Wenn ich so auf die Zeit zurückblicke dann fällt mir als erstes auf, dass sie wahnsinnig schnell vergangen ist. Die ersten 6 Wochen des Lebens mit Baby sind eine Achterbahnfahrt aus Gefühlen, aus guten Zeiten sowie herausfordernden Zeiten. Jetzt ist das Baby 7 Wochen alt und ich habe mich gut von Schwangerschaft und Geburt erholt und blicke entspannt und zuversichtlich in die Zukunft und alles was noch kommen mag.

Über meine persönlichen Erfahrungen rund um das Thema „Stillen“ erzähle ich euch im nächsten Blogbeitrag!

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Bildnachweis: Zehrer