Stilberatung? – Nein, Stillberatung!

von | 4. Juli 2019 | Eltern werden, Eltern sein, Miteinander leben, streiten, wachsen, Sagen Sie mal…

Stefanie Pfeifer und Simone Thom sind junge, aktive Mütter und ehrenamtliche Stillberaterinnen: „Weil es uns eine Herzensangelegenheit ist, dass andere Mütter unkompliziert Beratung rund um das Stillen erhalten!“

Beide haben eine Ausbildung bei der „Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen“ gemacht und geben ihr Wissen jetzt im Rahmen einer Stillgruppe weiter, die sich im zweiwöchentlichen Rhythmus hier in Nürnberg trifft. Ihre Ausbildung ist keine medizinische, umfasst aber ein breites Wissensspektrum rund um das Stillen und die Ernährung von Babys.

Viele Frauen würden gerne stillen und geben zu früh entmutigt auf, wissen sie:

„Da haben manchmal Einstellungen der älteren Generation noch einen unguten Einfluß auf Mütter – zum Beispiel, dass man ein Kind nur alle vier Stunden stillen oder auch durchaus mal schreien lassen sollte“, berichtet Simone Thom und Stefanie Pfeifer nickt dazu: „Es ist Sache einer jeden Mutter, ob sie stillen möchte oder nicht. Aber die meisten Hemmnisse lassen sich aus dem Weg räumen und es ist schade, wenn eine Frau das zu spät erfährt oder zu wenig Unterstützung erhält!“

Denn unbestritten ist Muttermilch das Beste für Säuglinge:

„Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, 6 Monate lang ausschließlich zu stillen. Schon früher mit Beikost zu beginnen, damit tut man dem künftigen Essverhalten nichts Gutes. Muttermilch bleibt auch für ältere Babys, bzw Kleinkinder bis zu zwei Jahren und darüber hinaus, ein wertvolles Lebensmittel“, erläutert Stefanie Pfeifer.
„Es ist auch ein Mythos, dass Mutter und Kind bei Flaschenernährung besser durchschlafen“, meint Simone Thom, „Manche Mütter stehen nachts bis zu 5x auf, um ein Fläschchen zu richten.“
Die beiden berichten, ihre eigenen, größeren Kinder hätten auch nie Brei gegessen, bevor sie auf feste Nahrung umstiegen: „Heute meinen manche Eltern, es MUSS Pastinakenbrei als erste Beikost geben – auch so ein Mythos!“
Stillen und der Wiedereinstieg in den Beruf, oder der Besuch einer Krippe, das müsse sich nicht ausschließen, wissen die Stillberaterinnen: „Alles eine Frage guten Stillmanagements und des Selbstvertrauens.“

Die Stillgruppe Nürnberg trifft sich jeden 1. und 3. Dienstag im Monat,

von 10:00 bis 11:30 Uhr im Tabeahaus der Ev. Gemeinde St. Johannis in der Kölner Straße 33. Alle Schwangeren und stillenden Mütter mit ihren Kindern sind herzlich eingeladen, unverbindlich vorbei zu schauen. Die Stillgruppe ist kostenlos.
Die Gruppe trifft sich seit Mai diesen Jahres und möchte vor allem den Errfahrungsaustausch in gemütlicher Atmosphäre unterstützen:
„Ein Netzwerk zu haben, in dem man sich öffnen kann und Unterstützung findet, ist enorm wichtig! Künftig möchten wir auch bestimmte Themenschwerpunkte setzen – z.B. zum Füttern von Beikost oder zum Schlafverhalten von Babys.“
Es gibt Tee bei den Treffen der Stillgruppe: „Im Sommer natürlich auch kalten Tee!“
Wer sich lieber einzeln beraten lassen möchte: Auch das ist natürlich möglich.

So erreichen Sie die beiden Stillberaterinnen: T 0178 5877633, oder
Stefanie Pfeifer – stefanie.pfeifer@afs-stillen.de
Simone Thom – simone.thom@afs-stillen.de
oder über die Facebook-Seite “AFS Stillgruppe Nürnberg” https://www.facebook.com/AFS-Stillgruppe-Nürnberg-609377246139516/
AFS, Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen in Bayern: https://www.afs-stillen.de/

Wickel- und Stillmöglichkeiten in Nürnberg sind hier aufgelistet:

https://www.onlinebeteiligung.nuernberg.de/dialoge/wickel-und-stillmoeglichkeiten-nuernberg-0

 

 

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