Mit der Familie auf dem Flohmarkt – zwischen Nostalgie und Aufbruchstimmung

von | 27. Januar 2020 | Freizeit!!!, Miteinander leben, streiten, wachsen

Gemeinsam mit der Familie einen Flohmarktverkauf zu organisieren ist zwar durchaus anstrengend, aber auch eine verbindende Erfahrung.

Man erlebt viele nostalgische Momente, wenn man zum Beispiel ein heißgeliebtes Kuscheltier aus Kindertagen auf dem Dachboden wiederentdeckt. Gleichzeitig verspürt man aber auch eine Art Aufbruchstimmung, wenn man sich von Dingen aus vergangenen Lebensabschnitten trennt. Zuviel materieller Besitz kann ja bekanntlich auch eine Last sein. Ganz besonders versöhnlich stimmt es einen dann, wenn das wertgeschätzte Teil einen neuen Besitzer findet, der es ebenfalls zu schätzen weiß.

Ein Flohmarkt ist der ideale Ort, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen

und sich über Erinnerungen auszutauschen. Das waren für unsere Familie die schönsten Momente auf den Flohmärkten, die wir in diesem Jahr besucht haben.
Der Beschluss einen Flohmarkt zu besuchen wurde gefasst, als unserer Mutter daheim die Decke auf den Kopf fiel. Nach dem zwischenzeitlichen Wiedereinzug der beiden Töchter und der Haushaltsauflösung der großelterlichen Wohnung war das Gästezimmer zu einer Rumpelkammer geworden. Darin stapelten sich nun die Restbestände aus drei Wohnungen – Geschirr, Bilder, Teppiche – aber auch zahlreiche IKEA-Tüten voller aussortierter Kleidung. Doch als eines Tages die Tür nicht mehr aufging, war es an der Zeit, sich von einigen Dingen zu trennen.


Es folgte das große Ausmisten:

Was kann weg? Was soll aufbewahrt werden? Gar nicht so leicht, denn zu vielen Dingen besteht ein enges emotionales Band. Nichtsdestotrotz war unser VW-Bus bis unters Dach gefüllt, als wir uns auf den Weg zu unserem ersten Flohmarkt machten.
Die erstaunlichste Erfahrung für uns und gleichzeitig die wichtigste Regel für einen Flohmarktbesuch: Geschmäcker sind tatsächlich absolut verschieden. Dinge, die wir nur ungern auf den Tisch stellten, weil sie uns ganz und gar nicht gefielen, fanden schnell begeisterte neue Besitzer. Manches, was wir für einen Schatz hielten, haben wir bis heute nicht verkauft.

Es lohnt sich deshalb, ausreichend Stellplatz zu buchen

und die Dinge gut sichtbar und zugänglich zu präsentieren. Es lohnt sich zudem, verschiedene Arten von Flohmärkten aufzusuchen. Je nach Schwerpunkt gestaltet sich die Nachfrage ganz unterschiedlich und es lassen sich mit entsprechendem Angebot deutlich bessere Umsätze erzielen, als anderswo. Zum Beispiel gibt es spezielle Flohmärkte für Kleidung und Accessoires. Hier lassen sich die ausrangierte Designerhandtasche oder die alte Lederjacke zu einem guten Preis verkaufen. Auf Flohmärkten für Kinder können Eltern altes Spielzeug, Kinderwägen oder zu klein gewordene Kleidung zu guten Preisen weiterverkaufen. Zudem bieten viele Stadtviertel Hinterhofflohmärkte an. Hier verkaufen sich gebrauchte Haushaltsgegenstände ebenso gut, wie das Kristallglas von Oma oder ein kitschiges Ölgemälde.


Ein gemeinsamer Flohmarktbesuch ist in jedem Fall eine tolle Gelegenheit,

um als Familie gemeinsam Zeit zu verbringen und in Erinnerungen zu schwelgen. Ein weiterer schöner Nebeneffekt ist natürlich auch der erzielte Gewinn. Wir haben uns im Vorfeld darauf geeinigt, jedes Familienmitglied zu gleichen Teilen zu entlohnen. Vom Restbetrag waren wir am Abend zusammen essen. Der Flohmarktbesuch war für uns aus dreierlei Hinsicht ein voller Erfolg: Wir hatten viel Spaß miteinander, jeder hat zumindest ein Teil aus unseren zahllosen Kisten wieder liebgewonnen und mit nach Hause genommen, und im Gästezimmer lässt sich die Tür wieder bedenkenlos öffnen.

Hier finden Sie die Links zu den Nürnberger Trempelmärkten
https://www.nuernberg.de/internet/marktamt/trempel.html
und zu vielen weiteren Flohmärkten und Tauschbörsen in der Stadt:
https://www.nuernberg.de/internet/stadtportal/flohmaerkte.html

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Bildnachweis: Foto Julia Schultze, Foto D Reinecke