Lebensmittel retten. Menschen helfen. Abstand halten.

von | 17. Mai 2021 | Sagen Sie mal…

Bereits seit 2002 sammelt die Nürnberger Tafel gespendete Lebensmittel und verteilt diese an sechs Ausgabestellen in Nürnberg an Bedürftige. So auch während der Corona-Pandemie, aber unter veränderten Bedingungen: kontaktarm, mit Abstand und Maske.

Edeltraud Rager, die Projektleiterin der Nürnberger Tafel, berichtet von dem Umgang mit diesen Herausforderungen:

„Zu Beginn der Corona-Pandemie standen wir vor der Aufgabe unsere Abläufe ändern zu müssen und auf andere Räumlichkeiten auszuweichen.“ Die Ausgabestellen seien teilweise zu klein gewesen, um ausreichend Abstand zu anderen Menschen halten zu können.

Frau Rager erzählt, dass die Ausgabestelle in der Geisseestraße 6, Ecke Kreutzerstraße, zunächst in ein großes Blumengeschäft ausweichen musste, bis ein Pfarrzentrum in St. Leonhard ihre Räumlichkeiten der Nürnberger Tafel zur Verfügung stellte.

Das Angebot der Nürnberger Tafel bestand aber über die gesamte Zeit der Corona-Pandemie. „Zu Beginn der Krise, bevor wir ins das Pfarrzentrum ausweichen konnten, haben wir vorgepackte Tüten an die Bedürftigen verteilt“, berichtet Edeltraud Rager. Abzuschätzen, wieviel und was die Kunden und Kundinnen der Tafel benötigen sei aber sehr herausfordernd gewesen, da dabei immer die Gefahr bestehe, dass die Lebensmittel verkommen oder weggeschmissen werden.

„Außerdem mussten wir auch das Personal in der Ausgabe reduzieren“, so die Projektleiterin der Nürnberger Tafel, „Auf die Hälfte des Personals mussten wir dort verzichten. Viele Ehrenamtliche haben stattdessen im Lager gearbeitet, wo der Abstand einfach besser einzuhalten ist.“

Besonders zu Beginn der Pandemie hätten auch viele Ehrenamtliche Angst vor einer Ansteckung gehabt und deshalb ihr Engagment in der Nürnberger Tafel pausiert. Nach einer bundesweiten Tafel-Umfrage im Jahr 2020 sind 66 Prozent der Tafel-Aktiven RentnerInnen oder gehören der Risikogruppe an. „Dies konnten wir allerdings zu Beginn der Pandemie gut mit Studierenden oder jungen Menschen, die ihre Arbeit aufgrund der Corona-Maßnahmen nicht weiterführen konnten, ausgleichen“, so die Projektleiterin. „Nun sind auch die meisten der Ehrenamtlichen wieder bei uns tätig, aber wir können immer Hilfe gebrauchen! Wenn jemand Zeit hat und sich engagieren möchte: Jederzeit! Wir finden für jede/n eine passende Tätigkeit.“

Besonders in dieser Zeit braucht die Tafel Unterstützung, da Edeltraud Rager von einem erhöhten Bedarf berichtet: „Wir haben besonders seit Herbst 2020 viele Neuanmeldungen, wahrscheinlich weil immer mehr Menschen in Kurzarbeit sind oder ihren Job verloren haben und nun die finanziellen Reserven zuneige gehen.“

 

Impfangebot an der Nürnberger Tafel und in Stadtteilen

Die Stadt Nürnberg startet in der nächsten Woche mit einem bayernweit ersten Modellprojekt und macht Nutzerinnen und Nutzer der Nürnberger Tafel sowie ihren Familienangehörigen ab 18 Jahren an sechs verschiedenen Standorten im Stadtgebiet auch ein Impfangebot. Damit erweitert die Stadt Nürnberg die Möglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger, sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie impfen zu lassen. Weitere Impfaktionen in verschiedenen Stadtteilen werden folgen. Aktuelle Pressemitteilung vom 12.05.2021: Nachrichten aus dem Rathaus: Impfangebot an der Nürnberger Tafel und in Stadtteilen (nuernberg.de)

Weitere Informationen zu der Arbeit und den Ausgabestellen der Nürnberger Tafel sowie der Registrierung als Bedürftige/r findet Ihr hier: https://nuernberger-tafel.de/

 

Wenn Ihr Euch vorstellen könnt, Euch bei der Nürnberger Tafel selbst ehrenamtlich zu engagieren, dann schreibt eine kurze Mail an info@nuernberger-tafel.de oder meldet Euch über die facebook-Seite https://de-de.facebook.com/NuernbergerTafel bei den Mitarbeiter/innen.

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Bildnachweis: Edeltraud Rager