Laaangeweiletipps für Eltern

von | 20. März 2020 | Eltern werden, Eltern sein, Freizeit!!!, Miteinander leben, streiten, wachsen

„Mir ist sooo laaangweilig!!!“ Alle Eltern hören das irgendwann von ihren Kindern, wenn sie länger im Haus bleiben müssen: Weil sie krank sind, weil es tagelang regnet, und erst recht, wenn die Familie zuhause bleiben soll aufgrund von Corona-Warnungen.

Meine Kinder sind schon lange aus dem Elternhaus ausgezogen, aber ich kann mir gut vorstellen, wie schwierig das ist, mit jüngeren Kindern tage- und wochenlang in der Wohnung bleiben zu sollen…

Hier stelle ich mal ein paar Tipps zusammen, die Kolleginnen und ich schnell aus der Erinnerung gekramt haben: Was haben wir in Langeweile-Situationen mit Kindern in den eigenen vier Wänden gemacht?
Vielleicht ist ja die eine oder andere Idee dabei, die Ihr aufgreifen möchtet?

Die Modenschau zwischen Schlafzimmer und Wohnzimmer…
Überlegt gemeinsam: Wo ist der Laufsteg? Im Flur? Ist jeder einmal Model oder nur die Kinder? Oder nur die Erwachsenen? Legt eine passende Hintergrundmusik bereit…und das Handy oder die Kamera zum Fotografieren…sammelt erstmal alles, was zum Verkleiden gut geeignet ist: Faschingskostüme, Mamas Brautkleid und Highheels, Papas Sportklamotten usw…

 
 

 

Frühjahrsputz für Sneaker…
Eine Kollegin erzählte mir, dass ihre Enkelkinder mit Vergnügen von ihr das Schuheputzen gelernt haben – kann man ja mal ausprobieren! Kann nicht schaden, wenn alle Schuhe tipp-topp sind, sobald sie wieder raus dürfen!

Rasselbanden–Zeit
Man muss auch mal gemeinsam richtig laut sein dürfen, sonst kriegen alle den Koller! Vielleicht jeden Tag mal 10 Minuten gemeinsam laut singen und Krach machen? Hinterher ist sicher allen wohler… Rasseln zum Krachmachen kann man super selber basteln: Zum Beispiel: Reis oder Nägel in einen Joghurtbecher füllen, oben mit Papier oder Plastikfolie und Tesaband abkleben: Fertig. Oder: Viele Kronkorken durchbohren (mithilfe von einem Nagel und einem Hammer, auf einem Holzbrett – Vorsicht! Eltern bitte dabei bleiben!) und auf einem Stück Draht auffädeln. Den Draht als Reifen schließen: Fertig.

Eine Zeitreise
„Ich habe früher stundenlang Pumuckl-Kassetten gehört!“ sagt eine Kollegin. Mamas, habt Ihr noch einen Kassettenrecorder und passende Kassetten? Papas, habt Ihr vielleicht sogar noch einen alten Plattenspieler vom Opa geerbt und könnt Ihr Euren Kids vorführen, wie diese altmodischen Geräte funktionieren? Wie man eine Platte auflegt?
Oder gibt es einen alten Diaprojektor und alte Dias und Ihr könnt damit Wohnzimmerkino spielen?

Der Laden ist geöffnet!
Aus einem Schuhkarton, Klebeband und einer dicken Schnur oder einem Band lässt sich ganz schnell ein Bauchladen basteln, mit dem allen Familienmitgliedern, Puppen und Kuscheltieren etwas „verkauft“ werden kann: In kleinen Schachteln und Gläsern könnt Ihr das Sortiment zusammenstellen: Schrauben und Nägel in allen Größen…Nüsse, Bonbons, Apfelschnitze…Geschenkbänder in allen Farben…

Mamas Yoga-Workshop
Mamas wöchentlicher Yogakurs fällt aus…stattdessen werden große Handtücher, auch für die Kinder, im Wohnzimmer ausgebreitet. Mama ist heute die Yogalehrerin und zeigt den Kindern alles, was sie selber weitergeben kann an Yoga-Positionen und Achtsamkeitsübungen – vom „Hund“ und der „Kuh“ bis zum höflichen „Namaste“ am Ende!

 

 

 

Wie war das an Papas erstem Schultag?
Jetzt ist mal die Zeit, alles zusammenzusuchen, was es an Familienbildern gibt…im PC, in Fotobüchern, in Fotoalben, in Kartons…und den Kindern zu zeigen, wie Papa als Schulkind ausgesehen hat und was Mama für eine Frisur hatte, als sie 15 war. Wer ist eigentlich der komische Onkel da im Hintergrund und wieviel Tage alt war der Jüngste auf diesem Bild?
Vielleicht mögt ihr mit den Kindern einen kleinen Stammbaum dazu malen? Mit ihren Eltern, ihren Großeltern, ihren Urgroßeltern?

 

 

Alles wird gut…
Eine Idee, die im Quarantäne-Italien zur Bewegung geworden ist, finde ich besonders mutmachend: Kinder malen einen Regenbogen auf Papier oder ein Stück Stoff und schreiben dazu „Andrá tutto bene“ – das heißt auf Deutsch: „Alles wird gut“. Das kann man dann ans Fenster kleben, ans Balkongeländer hängen oder ein Foto davon der Oma mailen!

Bleibt gesund!

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Bildnachweis: Rawpixel, Doris Reinecke, Adobe Stock