Knuddelmuddel! Oliver Tissot – ab jetzt vierteljährlich im Familienblog: Heute zum Weltknuddeltag

von | 21. Januar 2019 | Freizeit!!!, Sagen Sie mal…

Diese Woche geht gut los! Heute in aller Herrgottsfrüh (- für mich war es eigentlich fast Nacht, aber Fastnacht ist seit dem 11.11. zur Zeit ständig für mich bis Aschermittwoch! -) war dieser Montag ein richtiger Mond-Tag! Frühaufsteher und Spätheimkehrer werden bestätigen, dass sie rot sahen. Richtig: Um 4.34 Uhr trat der Mond in den Kernschatten des Erdapfels. Um 5.41 Uhr begann dann die total tolle Totalität. Der sonst strahlende Vollmond wurde vollständig beschattet und krebste zwischen den Sternbildern Krebs und Zwilling wie sein nicht ganz heller Doppelgänger ’rum – in glutrotes Licht getaucht bis viertel vor Sieben. Mond dieu, was für ein himmlisches Schauspiel!
Aber damit nicht genug! Heute ist „Weltknuddeltag“!

Zugegebenermaßen ein Feiertag, der in den wenigsten Kalendern steht. Umso mehr wird es Zeit, dass ein Kalauer-Connaisseur diese Kuriosität vorstellt. Es waren im Jahre 1986 die beiden Amis Adam Olis und Kevin Zaborney, die den „National Hugging Day“ erstmals in Michigan feierten. Sie haben ihn schließlich erfunden! Den 21.1. haben sie gewählt, weil dieser Tag in der Mitte von zwei zweifellos ziemlich gefühlvollen Festen liegt: Heilig Abend und Valentinstag. Es gibt Leute, die sich zu Weihnachten was schenken und andere, die sich die ganze Weihnachtseinpackerei schenken möchten. Und es gibt Menschen, die am Valentinstag Blumen überreichen und wiederum solche, denen es reicht, wenn anderen was blüht. Egal wie man es hält, darf man sich heute fest aneinander halten. Zwischen dem Fest der Liebe am 24.12. und dem Tag der Liebenden am 14.2. gibt es somit zusätzlich Anlass zu heller Freude, wo doch momentan eh zu viel Dunkelheit herrscht. Den Weltknuddeltag feiert man in Kanada, England, Australien, Russland und hoffentlich auch bald bei uns. Keine Schnapsidee! Geknuddelt wird seit 33 Jahren. Damit will ich Sie nicht auf den Arm nehmen, sondern dazu animieren, dass Sie sich in den Arm nehmen: Ihre Partner, Kinder, Eltern, Freunde, Verwandte.

Falls Ihnen das im Traume nicht einfallen würde, zwicken Sie sich selbst! Dann wissen Sie, dass Sie wirklich nicht träumen und haben sich zumindest kurz selbst gefühlt. Sinn macht das Ganze garantiert. Zuneigung und Zärtlichkeit kommen viel zu kurz in unserer hektischen, hoffnungslos rationalen Welt. Gefühle zu zeigen ist verpönt. Man(n) hat Angst, als Weichei zu gelten. Nur MUT und MUTterinstinkt: Bringen Sie menschliche Wärme in die kalte Zeit! Drücken Sie möglichst viele Menschen und drücken Sie damit aus, dass Sie sie mögen. Umarmen Sie die Armen und die Reichen, bis es Ihnen reicht! Aber Vorsicht! Knuddeln macht süchtig! Nein, besser noch: Es ist gesund, baut Stress ab, senkt den Blutdruck, steigert Konzentration und Gedächtnisleistung! Das hat das Zentrum für Hirnforschung der Uni Wien bestätigt. Dass es einem rundum gut geht beim Kuscheln, liegt am Oxytocin, das dabei ausgeschüttet wird. Das ist dasselbe Hormon, das Mütter beim Stillen produzieren und das Mama und Baby selig macht. Aber nicht nur Kleinkinder strahlen! Hohe Oxytocin-Spiegel machen alle Menschen glücklich. Nicht ohne Grund nennt man diesen Botenstoff der Liebe auch „Kuschelhormon“, weil tiefe Geborgenheit und Glück empfunden werden. Das hormonelle Knuddelmuddel zahlt sich also aus. Selbst wenn derzeit Druck in der Familie herrscht, – drücken Sie ein Auge zu und heute alle kräftig an sich heran. Sie werden sehen: Es wirkt!

(Oliver Tissot ist vielen bekannt durch die Kultsendung „Fastnacht in Franken“ im Bayerischen Fernsehen. Die Presse schreibt über ihn: „Ein pures Vergnügen“ · „Wortgewaltiger Schnelldenker“ · „Weit über dem Durchschnitt gewöhnlicher Wald-Wiesen-TV-Comedians“ · „Der Scherzschaffende mit der Lust an verblüffender Wortakrobatik“ · „Er begeistert mit Sprachwitz“. Zum Weltknuddeltag schreibt er erstmals im Blog eine Kolumne. Es folgen weitere bunte Sträuße blühenden Unsinns und duften Doppelsinns. Er lässt Blumen sprechen … auch für die, die nicht auf (Neu)rosen gebettet sind. Blumige Ausschweifungen und blümerante Bonmots mixt er zu einem Arrangement lässigen Lachverstands.)

2 Kommentare

  1. Sehr charmante Idee, so darauf aufmerksam zu machen!

    Sehr gerne mehr davon!

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    • Dankschön, das freut uns!

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Bildnachweis: Dr. Oliver Tissot