Mädchen Mut machen, den eigenen Weg zu gehen

von | 1. November 2019 | Familie und Beruf - Alles gut vereinbar?!, Sagen Sie mal…

Glamour und Geld: Davon träumen viele Mädchen. Und in den Zeiten von Instagram, YouTube-Infuencerinnen und „Germany`s Next Topmodel“ finden sie viele weibliche Vorbilder für ein Leben, in dem es vor allem auf das Aussehen und die perfekte Selbstdarstellung ankommt. Dass früher alles besser war, inklusive der Jugend, stimmt jedoch nicht. Es gibt heutzutage auch andere Vorbilder. Etwa Greta Thunberg. Die junge Schwedin hat es geschafft, weltweit Millionen junge Menschen für den Umweltschutz zu mobilisieren. Als Schüler*innen- und Student*inneninitiative „Fridays for Future“ demonstrieren sie freitags für die Rettung unserer Erde.

Doch es müssen nicht immer große Bewegungen, Initiativen und weltweit bekannte Vorbilder sein, wenn wir unser Leben zum Positiven verändern wollen. Auch kleine Schritte sind dafür wichtig und nötig. Das tut auch mein Verein „erfolgsfaktor FRAU“. Unser Name ist unsere Botschaft. Frauen machen die Hälfte der Bevölkerung aus, sie können viel erreichen und viel bewegen in unserer Gesellschaft. Sie könnten eine führende Rolle spielen in allen wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Bereichen unseres Lebens. Sie könnten. Aber sie schaffen es nicht immer. Noch immer sind es vor allem Männer, die in den Führungsetagen der Unternehmen sitzen. Auch in der Politik schaut es nicht viel besser aus: Es gibt kaum Parlamente in Deutschland, die zur Hälfte aus Frauen bestehen.

Es gibt also noch viel zu tun für „erfolgsfaktor FRAU“, der sich für mehr Frauen in Führungs- und Fachpositionen in allen Feldern unserer Gesellschaft einsetzt. Unser Engagement besteht aus mehreren Projekten. Mir war aber vor allem der Kontakt zu jungen Frauen wichtig. Ich setze auf die Graswurzelarbeit. Sie ist mühsam, damit erreicht man in der Regel keine großen Massen. Medienwirksam ist sie in der Regel auch nicht. Aber die Graswurzelarbeit lohnt sich. Denn wenn es uns gelingt, einige junge Menschen zu erreichen, ihnen eine neue Perspektive für deren Leben aufzuzeigen, dann ist es aller Mühe wert.


Seit zwei Jahren kooperiert „erfolgsfaktor FRAU“ mit dem Maria-Ward-Gymnasium. Wir bringen dabei interessante Frauen aus Nürnberg und der Region mit Schülerinnen zusammen. Einmal kommen die Frauen an einem Nachmittag an der Schule und sprechen mit den 11-Klässlerinnen. Einmal besuchen die Jugendlichen die Frauen in ihren Unternehmen und Organisationen. Bei unserem Projekt engagieren sich Frauen, die in ihrem Berufsleben einiges geschafft haben. Darunter sind Professorinnen, Ingenieurinnen in Leitungspositionen, eine Kripoleiterin. Dabei verlief nicht bei jeder der Weg gerade. Den einen oder anderen Stein musste jede Frau selbst aus ihrem Weg räumen. Und auch den einen oder anderen Umweg gehen. Von ihren Erfolgen und schwierigen Zeiten und vor allem darüber, wie sie diese bewältigt haben, erzählen die Frauen den Schülerinnen. Denn auch das ist wichtig: Nicht zu verzweifeln, wenn es mal eine Niederlage und Rückschläge gibt. Unter unseren Frauen sind auch einige Mütter dabei. Sie berichten den Schülerinnen, wie sie es geschafft haben, den Beruf und die Familie unter einen Hut zu bringen. Es kann klappen, auch wenn nicht alles einfach ist. Auch das ist unsere Botschaft an die Mädchen. Übrigens, es geht bei diesen Treffen nicht nur um unsere Botschaften. Die Schülerinnen können den Frauen alle Fragen stellen, die sie haben.

Wir wollen den Mädchen Mut machen, Fragen zu stellen – und vor allem ihren eigenen Weg zu gehen. Auch in diesem Schuljahr geht das Projekt weiter. Ende November gibt es die nächste Begegnung.

Neben dem Schülerinnen-Projekt engagiert sich „erfolgsfaktor FRAU“ auch in anderen Bereichen. Dazu gibt es mehr auf unserer Homepage http://erfolgsfaktor-frau.de/

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