Frühlingserwachen im Zentrum Kobergerstraße

von | 8. April 2022 | Eltern werden, Eltern sein, Miteinander leben, streiten, wachsen

Das Zentrum Kobergerstraße ist ein kleiner gemeinnütziger Verein mit dem Zweck und Ziel, die partnerschaftliche Beziehung und Erziehung in der Familie, sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. Bereits seit 1981 ist das Zentrum eine anerkannte und gefragte Beratungsstelle für Schwangere, Eltern und Kinder. Mit dem „Zentrum Koberger“, dem Jugendamt und den anderen Familienbildungsstellen in Nürnberg arbeiten wir ja schon sehr lange zusammen, ein Blick auf die neue, sehr schön gestaltete, Webseite hat uns aber wieder neugierig gemacht und wir haben nachgefragt:

Frau Engelhardt und Frau Weiß, wie können wir uns Ihre Arbeit im Zentrum Kobergerstraße vorstellen?

Wir sind eine staatlich anerkannte Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen und sind bereits ab dem Kinderwunsch für unsere Ratsuchenden da. In der Zeit der Schwangerschaft stehen wir zu den verschiedensten Themen mit Rat und Tat zur Seite. Wir helfen, einen Überblick über Elterngeld und Elternzeit zu bekommen, damit werdende Eltern ein passendes Modell für sich entwickeln können. Für Schwangere in finanzieller Not können wir Mittel der Landesstiftung für Mutter und Kind beantragen. Auch wenn die Schwangere psychisch belastet ist oder das Paar durch eine schwierige Zeit geht, bieten wir Einzel-, als auch Paargespräche an.

Nach der Geburt können Eltern ebenfalls diese Art von Gesprächen bei uns nutzen – bis zum dritten Lebensjahr des Kindes. Die Zeit nach der Geburt kann wieder einige Herausforderungen bereithalten. Neben den Gesprächen zur Verarbeitung belastender Geburtserfahrungen bieten wir eine Schlaf-Schrei-Beratung für Eltern an, deren Babys viel schreien und schlecht schlafen. Früherziehungsberatung spielt oft im zweiten Lebensjahr eine Rolle. Zusätzlich gehören offene Gruppenangebote und Workshops zu unseren Angeboten.

Was ist das Besondere an der Beratungsstelle?

Der eben erwähnte nachgeburtliche, psychosoziale Schwerpunkt ist ein besonderes Merkmal unserer Stelle. Jede unserer Fachkräfte verfügt über beraterische oder therapeutische Qualifikationen. Darüber hinaus legen wir großen Wert auf digitale Angebote und ein Beratungskonzept, dass die Vorteile der qualifizierten Onlineberatung, sei es schriftlich oder videobasiert, mit den Vorteilen der persönlichen Beratung sinnvoll verbindet.

Was gibt es Neues an der Beratungsstelle?

Nach den Osterferien darf es mit unseren offenen Gruppenangeboten wieder losgehen – darauf freuen wir uns sehr. Es gibt drei verschiedene Treffs, die sich an dem Alter der Babys/Kleinkinder orientieren: Die Koberger Minis sind eine Gruppe für die Kleinsten vom ersten bis zum sechsten Lebensmonat und deren frischgebackenen Eltern. Donnerstags von 10:30 bis 12 Uhr können die Eltern zu uns kommen. Frau Weiß begleitet die Gruppe, um je nach Bedarf Fragen zu beantworten und Impulse zu geben, z. B. zu kindlichen Signalen, Bedürfnisse erkennen oder die Bewegungsentwicklung begleiten. Die Koberger Midis (6 bis 12 Monate) und Maxis (1- bis 2-Jährige) treffen sich in unserem Bewegungsraum, dort gibt es z. B. eine tolle Kletterlandschaft. Während die Kinder spielen, können die Eltern sich austauschen und Kontakte knüpfen. Frau Preußing begleitet die Midis dienstags von 15 bis 16:30 Uhr und Frau Engelhardt wird bei den Maxis montags von 15 bis 16:30 Uhr vor Ort sein. Es können jederzeit Unsicherheiten oder Fragen besprochen werden. Im Mittelpunkt steht auf jeden Fall das Kontakte knüpfen, mit anderen Eltern ins Gespräch kommen und die Kinder sich beschnuppern lassen. Gerade für Familien, die während der Pandemie ein Kind bekommen haben, ist das leider viel zu kurz gekommen und der Bedarf ist hoch.

Was brauchen Eltern, die in der Pandemie ein Kind bekommen haben? Welche Erfahrungen machen Sie in Ihrer Arbeit?

Vor allem den Kontakt und Austausch mit anderen frischgebackenen Familien. Das allein kann schon viele Fragen und Unsicherheiten der neuen Familiensituation klären. Deshalb ist es uns so wichtig, den Eltern diese Möglichkeiten wieder geben zu können.

Die letzten Jahre haben aber auch Anliegen entstehen lassen, bei denen es sinnvoll sein kann, ein professionelles Beratungsgespräch zu suchen. Schwierige Eingewöhnungsprozesse in der Krippe, Betreuungsprobleme und andauerndes flexibles Reagieren auf neue Bestimmungen, Elternteile im Homeoffice und Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf – das und noch vieles mehr hat Eltern beschäftigt und nicht selten fühlen sie sich dadurch belastet und überfordert. Wir bieten dafür gerne ein offenes Ohr, nehmen ernst und suchen gemeinsam nach Impulsen und Lösungen:

zks // Beratungsstelle (zentrum-koberger.de)

 

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Bildnachweis: Nadine Hackemer