„Ja – die Stadt ist eine attraktive Arbeitgeberin!“

von | 23. August 2021 | Familie und Beruf - Alles gut vereinbar?!, Sagen Sie mal…

Oft stellen Medien Harald Riedel als den „Kämmerer“ der Stadt Nürnberg vor. Doch ist er nicht nur Finanzreferent, sondern auch zuständig für die IT und das Personal der Stadt Nürnberg, die mit über 11.000 Beschäftigten die größte Arbeitgeberin der Region ist.
Darauf gehen wir im Gespräch mit ihm kurz ein:

Die Stadt ist ein sehr vielfältiger Ausbildungsbetrieb…

Gerade auf diese Vielfalt bin ich besonders stolz! Bei der Stadt gibt es insgesamt 20 Ausbildungsberufe und Duale Studiengänge in den unterschiedlichsten Berufen, sei es im gewerblichen, im technischen oder sozialen Bereich! Unsere Verwaltungslaufbahnen sind aufgrund der Vielfalt der Aufgaben höchst attraktiv. Oder denken Sie an die Feuerwehr, die gerade in der Pandemie mit Katastrophenschutzaufgaben betraut ist und an Bedeutung gewonnen hat.

Aber auch die Ausbildung von kompetenten Erzieherinnen und Erziehern wird immer wichtiger, denn die Stadt baut nicht nur laufend neue Kindertagesstätten, sondern stellt auch Fachpersonal ein. In dieser Branche dürfen es durchaus auch noch mehr Männer werden!

Gern weise ich auch darauf hin, dass es mittlerweile verschiedene Wege gibt, die man zum Erzieherberuf gehen kann, praxisorientierter, zeitlich verkürzt auf 3 bis 4 Jahre und damit auch attraktiver für etwas ältere Bewerberinnen und Bewerber.

Was macht denn die Stadt als Arbeitgeberin attraktiv, insbesondere für Männer und Frauen mit Familienpflichten?

Sehr viel! Ich würde mal sagen: Wenige Arbeitgeber ermöglichen eine so lebensphasenorientierte Beschäftigung wie die Stadt Nürnberg. Gerade für jüngere Eltern sind die tariflichen Möglichkeiten der Gleitzeit und der Beurlaubung attraktiv, aber auch die Möglichkeiten, innerhalb des Betriebes eventuell zu wechseln, angepasst an die Familienphase. Für Fachkräfte mit Kindern ist es oft auch von Vorteil, zu wissen, dass man von Arbeitgeberseite her in Nürnberg beschäftigt bleiben wird und so Kontinuität für den Schulbesuch der eigenen Kinder gewährleisten kann.

Die Stadt ist mittlerweile toll aufgestellt in Sachen Homeoffice und Mobilem Arbeiten: Im Zuge der Coronakrise wurden fast 5.000 Beschäftigten hierfür die Möglichkeiten eröffnet und wir arbeiten daran, diese zu verstetigen.

Es gibt ein Mentoringprogramm für Frauen, wir arbeiten an dem Thema „Führen mit reduzierter Arbeitszeit“ und bieten eine gewisse Anzahl von Kitaplätzen, die für städtische Beschäftigte reserviert sind. Mittlerweile haben wir auch das erste mobile Eltern-Kind-Arbeitszimmer, die „KidsBox“ – und so entwickeln wir familienbewusste Personalpolitik laufend weiter.

 

Sie sind nicht nur Personalreferent, sondern auch für die Stadtfinanzen und IT zuständig: Welcher Bereich hat Sie im zurückliegenden Jahr der Pandemie besonders gefordert?

Alle drei haben mich besonders gefordert!
Der Bereich „Finanzen“ vielleicht sogar noch am wenigsten, weil die Stadt in den „guten Jahren“ Geld zurückgelegt hat und Bund und Land in der Coronakrise finanziell unterstützt haben. Trotzdem ist da ein großes Loch und die städtischen Haushalte der Folgejahre müssen von einer deutlich niedrigeren Basis aus gestaltet werden!

Im Bereich „Personal“ geht die Herausforderung weiter, unser Gesundheitsamt adäquat auszustatten. Auf dem Höhepunkt der Krise waren hier über 400 Kolleginnen und Kollegen unterstützend tätig und die Solidarität aus anderen Bereichen der Stadtverwaltung war wirklich groß. Es bleibt eine permanente Herausforderung, Verwaltung gut aufzustellen und Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger gut zu erbringen. Eine konstruktive, wirklich tolle Zusammenarbeit mit dem Personalrat hilft dabei ungemein.

Und dann noch der Bereich „IT“: Bei der Schaffung von so vielen Homeoffice-Möglichkeiten wurde von der IT Großes geleistet – aber ich weiß auch zu schätzen, dass dies in diesem Tempo nur möglich war, weil viele Beschäftigte bereit waren, ihre privaten Geräte zu nutzen. Ich sehe auch, dass Homeoffice manche Familiensituation verändert und in der Pandemie vielfach auch Belastungen mit sich gebracht hat.

Last not least: Was bedeutet für Sie persönlich der Begriff „Familie“?

Das, was er Vielen wohl bedeutet: Heimat, Vertrautheit, Geborgenheit und Unterstützung über Generationen hinweg. Eine echte Kraftquelle!
Ich selber habe spät eine Familie gegründet und wurde mit 41 Vater einer Tochter, die jetzt Abitur gemacht hat. Das hat mich sehr glücklich gemacht und ich wurde mit der Zeit ein echter Familienmensch.

Familie, das ist der innerste gesellschaftliche Ring und von immenser Bedeutung, auch für unsere Stadtgesellschaft!
Deswegen denke ich auch: Ja, es war wichtig und richtig, dass Nürnberg vor 20 Jahren das erste „Bündnis für Familie“ ins Leben gerufen hat, um die Lebensbedingungen von Familien aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

Hier erfahren Sie mehr über das Referat für Finanzen, Personal und IT: https://www.nuernberg.de/internet/referat2/

Zum Karriereportal der Stadt Nürnberg führt folgender Link: https://www.karriere.nuernberg.de

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Bildnachweis: Christine Dierenbach/Stadt Nürnberg