do-it-yourself Wendebank

von | 27. Mai 2022 | Freizeit!!!

Heute habe ich ein etwas aufwendigeres do-it-yourself für euch vorbereitet: Wir bauen eine sogenannte Wendebank!
Was soll das denn sein, fragt ihr euch? Es ist sehr simpel, super vielseitig und einfacher gebaut als es auf den ersten Blick aussehen mag. Wieso heißt das Stück „Wendebank“, bzw. in einer kleineren Ausführung „Wendehocker“? Ganz einfach, ihr und eure Kinder könnt das Möbelstück drehen und wenden und werdet immer neue Nutzungsmöglichkeiten entdecken. In meinem Beispiel nutzen wir das Möbelstück als Sitzbank und als Stuhl, man kann es aber auch gedreht als Tisch, kleine Bühne, Schemel, und vieles mehr nutzen. Dadurch wird die Kreativität der Kinder gefördert, es ist jahrelang verwendbar und sieht noch dazu schick aus. Wir haben eine Sitzbank gebaut, unter die wir bunte Boxen geschoben haben. Dort werden die Schuhe aufbewahrt, es ist also eine eigene kleine Garderobe mit Sitzgelegenheit.

Nun schnappt euch einen Stift und Zettel, notiert euch was ihr im Baumarkt eures Vertrauens besorgen müsst, plant euch ca. 2 bis 3 Stunden Zeit ein und los geht es!

Zuerst Mal ist es wichtig zu wissen, dass gegebenenfalls gesägt werden muss, auf jeden Fall werden wir das Holz aber abschleifen. Ihr baut die Bank also bestenfalls in einer kleinen Werkstatt oder im Schuppen. In der Wohnung würde ich es euch nicht empfehlen. Auch würde ich euch empfehlen, Kleidung anzuziehen, die schmutzig werden darf.

Ihr benötigt:

  • Massivholzplatten aus Buche aus dem Baumarkt:
    1 mal in Größe 18mm x 300mm x 800mm für die Sitzfläche
    2 mal in Größe 18mm x 400mm x 800mm für die Rückwand und 2 Seitenteile
  • ca. 25 4×50 Senkkopf Schrauben mit passendem Bit für den Akkuschrauber
  • Lebensmittelechtes Holzöl aus dem Baumarkt
  • Schleifpapier grob (80er Körnung) und fein (120er Körnung) mit Schleifblock
  • Holzsäge
  • Messwinkel
  • Bleistift
  • Maßband
  • Akkuschrauber
  • Holzbohrer 2,5mm
  • Körneraufsatz 15mm für den Akkuschrauber
  • Baumwolllappen und gegebenenfalls Pinsel

 

Nun habt ihr alle eure benötigten Materialien zusammen und euch einen Arbeitsplatz auf einer Stabilen Unterlage (zum Beispiel Werkbank) geschaffen.

Als erstes schleifen wir die Platten erst mit dem groben, dann mit dem feinen Schleifpapier ab, sodass sie angenehm glatte Oberflächen haben. Wenn ihr ein Schleifgerät habt, könnt ihr das natürlich auch nutzen. Achtet auch darauf, die schmalen Seiten der Holzplatten abzuschleifen.

 

 

 

Da wir die Sitzfläche sowie das Rückenteil der Bank nicht sägen müssen, können wir die zwei Teile direkt zusammenhalten um zu sehen, wo wir die Sitzfläche mit der Rückenlehne verschrauben wollen. Legt dazu das Rückenteil flach auf den Tisch und setzt die Sitzfläche auf, dass es wie ein umgedrehtes T aussieht. Nun müsst ihr noch darauf achten, auf welche Höhe die Sitzfläche angeschraubt werden soll. Wir haben uns für eine Höhe von 15cm entschieden, damit unser Kleinkind sich bequem selbst daraufsetzen kann. Zeichnet nun rechts und links mit einem kleinen Strich an, wo das Brett hinkommen soll. Nehmt die Sitzfläche nun wieder weg und messt mit dem Maßband eine gerade Linie. Das selbe macht ihr mit der anderen Seite des Brettes. So habt ihr einen „Balken“, der euch genau anzeigt, wo die Sitzfläche angeschraubt wird. In die Mitte dieses „Balkens“ zeichnet ihr euch 5 Punkte, in welche die Vorbohrungen für die Schrauben gesetzt werden.

Befestigt an eurem Akkuschrauber einen Holzbohrer mit einem Durchmesser von 2,5mm. Damit bohrt ihr einmal an jeder Markierung durch euer Rückenteil durch.

Nun befestigt ihr an dem Akkuschrauber einen Körneraufsatz mit einer Stärke von 15mm. Damit bohrt ihr eine kleine Kuhle in jedes Loch. Wichtig ist, dass ihr die Kuhle nur an der sichtbaren Hinterseite der Rückwand bohrt, nicht aber in die Seite, an welche die Sitzfläche befestigt wird.

Nun schraubt ihr die Sitzfläche an die Rückwand. Dafür muss am besten eine andere Person die zwei Holzteile aneinanderhalten. Befestigt den Bit an den Akkuschrauber, um die Schrauben in das Holz drehen zu können. Die Schrauben sollten in der Kuhle versenkt werden, die ihr mit dem Körneraufsatz gebohrt habt.  Nun ist die Sitzfläche an der Rückwand befestigt und wir machen uns an die zwei Seitenteile.

 

 

Legt euer Werkstück so auf den Tisch, dass das Rückenteil aufliegt. Nun nehmt ihr das dritte Brett und haltet es dagegen. So seht ihr, wo ihr das Seitenteil gesägt wird. Zeichnet euch mit dem Messwinkel eine gerade Linie an das Holz, an der ihr entlangsägen könnt. Wenn ihr das erste Seitenteil gesägt habt, nehmt ihr das restliche Holz und haltet es ebenso an die andere Seite und sägt nun auch das Teil ab. Schon sind eure zwei Seitenteile fertig gesägt.

 

 

 

 

 

Legt ein Seitenteil auf euren Arbeitstisch und stellt die Bank hochkant darauf, sodass ihr erkennen könnt, wo die Holzstücke geschraubt werden müssen. Ihr könnt wieder Linien ziehen und einen „Balken“ zeichnen, genau wie als ihr euch angezeichnet habt, wo die Sitzfläche an die Rückwand geschraubt wird.

 

 

 

 

 

 

In diesen „Balken“ zeichnet ihr euch an, wo die Löcher für die Schrauben gebohrt werden:

Jetzt werden wieder Löcher vorgebohrt mit dem Holzbohrer-Aufsatz. An den Außenseiten der Seitenteile schafft ihr wieder kleine Vertiefungen mit dem Körneraufsatz, genau wie bei den anderen Holzteilen auch schon. Das macht ihr nun natürlich mit beiden Seitenteilen.

Dann wird erst das eine Seitenteil, dann das andere mit dem Werkstück verschraubt.

Nun ist eure Bank zusammengeschraubt. Ihr könnt über alle Kanten und Ecken mit dem Schleifpapier darüber schleifen, um die Kanten etwas weicher zu machen.

 

 

 

 

Im letzten Schritt wird das Holz mit einem Holzöl geölt. Fragt am besten im Baumarkt nach, welches Öl sich dafür am besten eignet. Es sollte Lebensmittelecht und für Kinderspielzeug geeignet sein.

Tragt das Öl mit einem Baumwolllappen auf und lasst es so lange einwirken, wie auf der Bedienungsanleitung empfohlen wird.

 

 

 

 

 

Nun ist eure Wendebank fertig und bereit für ihren Einsatz!

 

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Bildnachweis: Joana Zehrer