2. Dezember

von | 2. Dezember 2020 | Sagen Sie mal…

Interview mit OBM Marcus König

Herr König, die Corona-Pandemie berührt alle Familien in Nürnberg auf irgendeine Weise. Wie haben Sie und Ihre Familie das erlebt, wie hat sich Corona auf Ihren Familienalltag ausgewirkt?

Die Pandemie ist besonders für Familien eine große Herausforderung – auch für meine Familie. Mein Sohn ist acht Jahre alt und in der Grundschule. Da meine Frau auch berufstätig ist, waren die Betreuung und das Homeschooling nicht ohne. Man merkt, dass gewohnte Abläufe und ein stabiles Umfeld sehr wichtig sind, für die Kinder, aber natürlich auch für die Familien. Und einem Kind zu erklären, dass der Spielplatz geschlossen ist – wie es ja im ersten Lockdown der Fall war – ist fast unmöglich. Da zolle ich allen Familien Respekt, die den Lockdown im Frühjahr so gemeistert haben. Das hat Kraft gekostet.

Mir ist wichtig zu sagen, dass wir in der Stadtspitze – über die Geschäftsbereiche und auch die Parteien hinweg – das gemeinsame Ziel haben, Schule und Kita möglichst lange regulär zu ermöglichen. Das ist nicht nur für Familien ein Thema, das ist auch für das Wirtschaftsleben von Bedeutung. Allen Lehrerinnen und Lehrern, den Erzieherinnern und Erziehern und allen Beschäftigten im Bereich von Schule und Kinderbetreuung danke ich für ihren Einsatz, der in dieser Pandemie weit über das hinausgeht, was man „Dienst nach Vorschrift“ nennen könnte.

 

Der Christkindlesmarkt, die Kinderweihnacht, das Sternenhaus…all das wird es dieses Jahr nicht geben, der Christkindlesmarkt ist abgesagt.

Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Angesichts des Infektionsgeschehens war aber klar, dass wir dieses gesundheitliche Risiko nicht eingehen können. Mir tut das leid für all jene, die wirtschaftlich von diesem Markt abhängig sind, mir tut das aber auch leid für alle Familien, die dieses Jahr nicht mit ihren Kindern dort sein und auch das Christkind nicht erleben können. Das ist bitter. Aber auch hier geht die Gesundheit einfach vor. Es gibt gute Ideen für digitale Angebote gibt und eine gewisse Kreativität entsteht. Klar, die digitalen Angebote können kein adäquater Ersatz sein, aber wir machen das Beste daraus.

 

 

Wie blicken Sie auf die Advents- und Weihnachtszeit?

Es ist wirklich eine tolle Zeit, besonders für Kinder – und wenn man Kinder hat. Ich freue mich darauf, auch wenn es anders sein wird als sonst. Vielleicht ist ja ein Effekt der etwas anderen Adventszeit, dass man mehr Zeit für die Familie hat. Die klassischen Weihnachtsfeiern wird es oftmals eher nicht geben, vielleicht hetzt man weniger von Termin zu Termin, der „unbedingt noch dieses Jahr sein muss“. Das ist eine Chance für „Qualitytime“ mit der Familie.

Verraten Sie uns etwas darüber, was für die Advents- und Weihnachtszeit in der Familie König typisch ist?

Besonders freue ich mich darauf, Weihnachten frei zu haben. Leider erlauben es die Pandemie-Regeln nicht, dass wir ein paar Tage mit der Familie in die Berge fahren. Das hatte schon Tradition bei uns. Aber derzeit ist es wirklich vernünftiger, auf Reisen zu verzichten.

 

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Bildnachweis: Bolte, Dierenbach