1. Dezember

von | 1. Dezember 2020 | Freizeit!!!, Sagen Sie mal…

Nablus-Initiative baut vielfältige Brücken nach Palästina

Nablus ist eine der Städte, die alljährlich auf dem „Markt der Partnerstädte“ mit einer bunten Verkaufsbude vertreten sind. Dieses Jahr gibt es den Markt nicht – aber hier im Blog erzählen wir immer wieder mal von den Menschen aus Nürnbergs Partnerstädten und den gemeinsamen Projekten.
Und wir berichten, wo und wann in diesem Advent hübsche Gegenstände und leckere Sachen aus der jeweiligen Region hier in Nürnberg gekauft werden können!

Die Begeisterung über die Aktion ist den Schülerinnen und Schülern ins Gesicht geschrieben. Nablus in Palästina grün und sauber werden zu lassen ist das Ziel. Dazu schreiben sie Aufsätze, malen sie Bilder, führen sie sogar ein Theaterstück auf. Die Älteren bemalen unter professioneller Anleitung Mauern. Symbol für das Schulprogramm ist ein Nektarvogel. Verbannt den Abfall von den Straßen, ist die Parole. Durch die Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler wird der Umweltgedanke in die Familien getragen.

 

„Wir brauchen mehr Umweltbewusstsein. Danke an die Nablus-Initiative in Nürnberg. Das Projekt ist wichtig für uns“, sagt der Bürgermeister von Nablus in Palästina im Video. Die Initiative zur Förderung der Beziehungen zwischen Nürnberg und Nablus e. V. – Kurz: Nablus-Initiative (INNA) e. V. – hat mitgeholfen, das Projekt ins Leben zu rufen und unterstützt es finanziell. Damit erfuhren die städtischen Aktivitäten, die unter anderem mit der Lieferung von Müllfahrzeugen begannen, eine Ergänzung. Eine weitere Runde an neuen Schulen ist geplant, wegen der Corona-Pandemie aber auf 2021 verschoben. Dafür wirbt der Verein weiterhin um Spenden.

Ebenfalls auf Spenden angewiesen ist die Unterstützung einer Zirkusschule in Nablus, die 2019 schon in Nürnberg auftrat. Jugendlichen wird hier eine Möglichkeit geboten, ihre Freizeit sinnvoll zu verbringen. In Palästina sind dazu nur wenige Einrichtungen vorhanden.

 

Ein anderes wichtiges Thema ist die Frauengleichstellung. In dieser Hinsicht ist in den Ländern des Nahen Ostens noch viel zu tun. Dabei gibt es viel Frauenpower in den Familien Palästinas. Die Nablus-Initiative e. V. unterstützt Nürnberger Aktivitäten, um Initiativen zur Gleichberechtigung in der befreundeten Stadt zu fördern. Sie bringt die Kompetenz seiner Expertinnen mit ein und gab Zuschüsse für Reise- und Aufenthaltskosten.

Brücken zwischen den Menschen zu bauen, ist das Motto des Vereins. Der Verein will dazu beitragen, den Menschen in Nablus das Alltagsleben zu erleichtern und etwas aufzubauen, was möglichst nachhaltig ist. In diesem Sinn wurde auch die Nürnberger Ortsgruppe der Naturfreund*innen aktiv. Eine Truppe reiste nach Nablus, um in die Felsen vor der Stadt Kletterrouten zu bohren. Für die Bevölkerung vor Ort war das ein sensationelles Erlebnis. Weitere Initiativen sind in Vorbereitung bzw. angedacht.

Am sichtbarsten ist die Nablus-Initiative (INNA) normalerweise auf dem Nürnberger Markt der Partnerstädte, wo sie seit 2016 eine Nablus/Palästina-Bude betreibt. Der eigentliche Zweck ist es dort, über die Partnerschaft zu informieren und auf den bestehenden Freundschaftsvertrag zwischen beiden Städten aufmerksam zu machen. Um Besucher zum Stand zu locken, bietet der Verein typische Produkte an. 2020 ist der Verein allerdings voll von der Absage des Christkindlesmarktes und damit auch des Marktes der Partnerstädte betroffen.

 

Unter den Produkten steht Olivenöl an erster Stelle. Es hat durch das hohe Alter der Olivenbäume, die nur wenig Wasser brauchen, einen besonderen Geschmack. Für die Familien auf dem Land ist die Ernte und Vermarktung der verarbeiteten Oliven angesichts der schwierigen Lebensumstände eine Haupteinkommensquelle. Das Öl gilt insofern als „flüssiges Gold“. Eine tausendjährige Tradition steckt in der Naturseife, die mit dem Olivenöl gewonnen wird.

 

Liebhaber schwören auf die Datteln aus dem „heiligen Land“ Palästina, die sich im Sortiment befinden. Ein „Renner“ war in all den Jahren die unverwechselbare orientalische Gewürzmischung Za’atar – Hauptbestandteile sind wilder Thymian und Sesam. Kenner freuen sich über Freekeh. Hinter dem Begriff verbirgt sich grüner, nicht ausgereifter Hartweizen, der geröstet wurde. Freekeh hat dadurch einen besonderen, etwas rauchigen Geschmack. Es wird wie Reis aufgekocht. Am Ende ist noch die wunderschöne Keramik zu nennen. Sie ist handbemalt und ihr Verkauf sichert vielen Familien ein Einkommen.

Dieses Jahr finden Sie den Martplatz der Partnerstädte in einem Laden in der Spitalgasse 1 (nahe Hauptmarkt). Dort  verkaufen Händler und Vereine Produkte aus sechs Partnerstädten. Schauen Sie doch einfach mal vorbei und unterstützen Sie die Vereine und ihre ehrenamtliche Arbeit. Die Waren der Nablus-Initiative, wie Datteln, Öle, Gewürze, Seifen, bemalte Keramik und viele weitere Waren, können bequem vor Ort im Laden oder per Telefon bestellt werden. Die virtuelle Nablus-Bude mit den Produkten aus Nablus und Palästina findet ihr unter folgendem Link: http://www.nablus-initiative.de/?page_id=2803

Informationen zum diesjährigen Marktplatz der Partnerstädte gibt es hier: www.international.nuernberg.de 

 

 

 

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