Klo? Kann ich! Acht ganz unterschiedliche Geschichten über das Sauberwerden

von | 17. November 2025 | Eltern werden, Eltern sein, Miteinander leben, streiten, wachsen

Gerade noch ein Baby mit Windelpopo und plötzlich steht da ein Kind auf dem Klohocker, zieht stolz die Hose hoch und ruft: „Fertig!“ Der Weg dahin ist selten gerade, denn niemand wird über Nacht trocken. Aber der Weg dahin ist auch ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstständigkeit und irgendwie hat er auch etwas mit der Fähigkeit zu tun, loslassen zu können. Da muss man schon erst mal genau schauen, wie es die anderen so machen …

So wie Mia. In „Ich gehe aufs Klo!“ freut sie sich erst über den Wasserfall im Klobecken und beobachtet dann ihren Bruder Theo, der es supereilig hat, auf die Toilette zu kommen. Sie findet, das sieht eigentlich ganz leicht aus, was Theo da macht und will es auch mal ausprobieren. Mama organisiert ihr einen Aufsatz und einen Hocker, nur leider klappt es trotzdem nicht gleich. Aber das ist nicht schlimm, versucht sie es halt nochmal – bis es zur Routine wird.

Auch Leo in „Tschüss Windel! Hallo Klo!“ ist eigentlich bereit, aber sein Po ist fürs Mama-Papa-Klo einfach zu klein. Kein Problem, Mama kauft ihm eine Toilettenleiter, einen richtigen Klothron. Aber dann stellt Leo fest: Das mit dem zu großen Sitz ist gar nicht das wirkliche Problem. Das wirkliche Problem ist, zu merken, wann es drückt und dann rechtzeitig auf dem Thron zu sitzen.

Edgar geht das Thema entspannter an. Er will nichts ändern, findet seine Windel bequem und äußerst praktisch. Zumindest bis zu dem Moment, in dem er merkt, dass seine Freunde keine mehr tragen. Und auch, wenn dabei doch noch das ein oder andere Missgeschick passiert, hat Edgar das Gefühl, dass nur er noch ein „Windelbaby“ ist. „Edgar ohne Windel“ erzählt leise und liebevoll, wie aus einem „Ich trau mich nicht“ ein „Ich probier’s mal“ wird.

 

 

Dass Freundschaft sowieso die beste Unterstützung ist, weiß auch der kleine Waschbär. In „Der Baby-Waschbär braucht keine Windel mehr“ wird ein Planschausflug zum Wendepunkt: Mit Windel geht’s einfach nicht. Die Freunde helfen und Schritt für Schritt oder besser gesagt Tropfen für Tropfen klappt es.

Auch Stefanie bekommt Unterstützung, allerdings nicht von ihren Freunden oder ihrer Familie, sondern von der Magie. „Der kleine Zauberer Windelfutsch“ gibt ihr wertvolle Tipps. Fürs Mutigsein. Und fürs Durchhalten. Ohne Druck, aber mit ganz viel Vertrauen. Und zuckersüßen Bildern.

Und weil jedes Kind anders lernt, darf es auch mal spielerisch sein. Im „Pipikackabuch“ wird geschoben, geklappt, gezogen und dabei ganz nebenbei erklärt, wie das eigentlich geht: das Pipi machen, das richtige Abputzen, das Spülen und das Hände waschen.

 

 

In Reimen dagegen lernen die Kinder auf ganz poetische Weise in „Das Alpaka muss Kacka“, dass jeder mal ziemlich dringend muss.

Dass sich das Ergebnis allerdings um einiges unterscheiden kann, zeigt der Klassiker „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“. Das Maulwürfchen, dem eines Tages ein Häufchen auf den Kopf fällt, will es nämlich jetzt ganz genau wissen und begibt sich detektivisch von Tier zu Tier. Zugegeben, Töpfchentraining ist nicht sein Ziel. Aber was er zeigt, ist fast noch wichtiger: Dass Ausscheidungen zum Leben gehören. Dass man neugierig sein darf. Und dass es manchmal gut tut, genau hinzuschauen, auch wenn Erwachsene lieber schnell spülen und das Fenster aufreißen. Eine herrlich ungenierte Geschichte, die vielen Kindern dabei hilft, das große Thema ganz selbstverständlich klein zu machen. Am Ende wird aus dem Tamtam ums Töpfchen oft ein ganz ruhiger Moment. Einer, in dem das Kind merkt: Ich kann das. Allein. Ohne Applaus, aber mit einem stolzen Lächeln. Und vielleicht mit einem dieser hilfreichen Bücher auf dem Schoß.

 

 

Die Bücher gibt´s im Buchhandel oder auch in der Bibliothek zum Ausleihen!

Zum Beispiel hier: Wir öffnen Welten! – Stadtbibliothek

Viel Spaß beim Lesen, Vorlesen und Lernen!

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